12-Punkte-Plan für den Schutz der hessischen Wälder in der Klimakrise

Die hessische Landesregierung hat heute ein Sofortprogramm zum Erhalt und Schutz der hessischen Wälder und einen 12-Punkte-Plan zum Schutz der Wälder im Klimawandel vorgestellt.

Ein Schwerpunkt ist die Aufarbeitung des Schadholzes, das durch die extremen Wetterereignisse der vergangenen beiden Jahre anfallenden ist. „Um die Zukunft der hessischen Wälder zu sichern, wollen wir jetzt den Waldbesitzenden kurzfristig und unbürokratisch bei der Schadholzaufbereitung helfen. In diesem Zusammenhang verdienen vor allem die in der Forstwirtschaft und den Forstämtern beschäftigten Arbeitnehmer*innen unseren Dank und unsere Anerkennung. Ihre Arbeit muss nicht nur wertgeschätzt, sondern auch besser unterstützt werden. Es ist deshalb sehr gut, wenn die Landesregierung jetzt eine Überprüfung der personellen Ausstattung von Hessen-Forst ankündigt und hier auch Neueinstellungen und finanzielle Unterstützung für die Schadholzaufarbeitung in Aussicht stellt“, so Frank Diefenbach, waldpolitischer Sprecher der GRÜNEN im Hessischen Landtag.

Unter anderem sieht die Landesregierung vor, bis 2023 insgesamt 200 Millionen Euro in den Wiederaufbau des Waldes zu investieren. Außerdem soll es einen Härtefallfonds für besonders betroffene Waldbesitzer*innen geben, um sie bei ihrer Verkehrssicherungspflicht zu unterstützen. Als fachliche Grundlage und Entscheidungshilfe für den Aufbau klimaangepasster Mischwälder sollen im Hessischen Klimaschutzplan Klimarisikokarten erstellt werden.

Diefenbach: „Ich begrüße das von der hessischen Landesregierung angekündigte Staatswaldprogramm „Mischwald von morgen“ sowie die geplante Intensivierung in der Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen zur Wiederbewaldung des hessischen Waldes, um mittel- und langfristig den klimastabilen Umbau des Waldes voranzutreiben. Klimaschutz und gesunde Wälder sind zwei Seiten derselben Medaille. Deshalb müssen alle Projekte, die dem Walderhalt dienen, in den Mittelpunkt forstlicher Bemühungen gestellt und entsprechend gefördert werden.“

Quelle: BÜNDNIS 90/Die Grünen im Hessischen Landtag

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