Auswärts an der Ostsee – Revanche fürs Heimspiel?

Bei noch vier zu spielenden Sekunden zieht Terrell Harris zum Korb im OSP Heidelberg. Beim Abschluss am Korb und noch einer zu spielenden Sekunde ertönt ein Foulpfiff gegen Heidelberg und Harris werden zwei Freiwürfe zugesprochen. Einen von beiden verwandelt der damals 25-jährige und sorgt für den 81-82 Endstand aus Sicht der Academics. Es war wohl das Spiel in der Hinrunde, das den Heidelbergern am meisten im Gedächtnis bleibt. Eine vermeidbare Niederlage gegen ein gutes Team ist im Kampf um die besten Plätze immer schwierig hinzunehmen, vor allem in einem Heimspiel.

So sah es auch Branislav Ignjatovic und sprach im Nachhinein von der schlechtesten Leistung der Hinrunde. Umso wichtiger ist es, im Rückspiel eine Reaktion zu zeigen. Im Topspiel des 23. Spieltages der BARMER 2. Basketball Bundesliga sind die MLP Academics Heidelberg zu Gast bei den SEAWOLVES Rostock. Es ist das Duell des Dritten der Tabelle gegen den Vierten. Für beide geht der Blick langsam aber sicher in Richtung Playoffs. Mit einem Sieg im direkten Duell macht der Gewinner einen großen Schritt in Richtung Heimrecht in der ersten Playoffsrunde.

Die Rostocker von der Ostsee haben seit Dezember einen richtigen Lauf. Mit 8 Siegen aus den vergangenen 10 Spielen etablierten sich die Seawolves in den Top 4 der Liga. Die einzigen Niederlagen kamen dabei gegen den Nordrivalen aus Hamburg, gegen die man beide Male keine Chance hatte und den Kürzeren zog. Das Team wird angeführt vom erfahrenen Yannick Anzuluni, der auch im Hinspiel gegen die Academics zu überzeugen wusste. Im Hinspiel verletzungsbedingt nicht am Start gewesen ist Topscorer Tony Hicks. Der 24-jährige US-Amerikaner ist Lenker und Denker der Seawolves und ist nur schwer vom Ball zu trennen.

Ein Schlüssel zum Erfolg für Heidelberg werden die Rebounds sein. Statistisch gesehen sind die Academics das schwächste Rebounding Team der Liga. Ein Fakt, mit dem Branislav Ignjatovic nicht zufrieden sein kann. Zu oft werden zweite Bälle an die Gegner abgegeben, die dadurch zum Erfolg kommen. Ein weiterer Faktor wird die allgemeine Verteidigungsleistung sein. Gegen Kirchheim konnte man in der ersten Halbzeit noch defensiv überzeugen, während in den zweiten 20 Minuten einige Lücken zu erkennen waren.

Offensiv scheinen sich die Academics nach 22 gespielten Spielen weitestgehend gefunden zu haben. Neben Shyron Ely reihen sich regelmäßig Phillipp Heyden, Dan Oppland und Jaleen Smith in die zweistelligen Punktebereiche ein. Mit Niklas Ney hat man vergangenen Spieltag einen weiteren Spieler auf dem Parkett gehabt, der durch gute Verteidigung, aber auch durch effektives Scoring auf sich aufmerksam gemacht hat.

Ein Topspiel im Kampf um die Playoffs im weit entfernten Rostock ist eine sehr schwierige Aufgabe. Die bemerkenswerte Kulisse mit über 3000 Zuschauern könnte eine entscheidende Komponente darstellen. Dass aber genau solche Aufgaben den Academics liegen, konnte man beispielsweise auswärts in Hamburg sehen. Ob es Heidelberg gelingt, sich für die Heimniederlage gegen die Seawolves zu revanchieren, wissen wir am Sonntag nach der Partie um 16:00 Uhr.

Together we play – Together we win!

Spielbeginn: Sonntag, 17.02.2019, 16:00 Uhr.
Spielort: Stadthalle Rostock, Südring 90, 18059 Rostock

Quelle: MLP Academics Heidelberg :: USC Heidelberg Pressearbeit

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