BCL: Mit Kampf und Leidenschaft zum Erfolg

Telekom Baskets Bonn – UNET Hapoel Holon 91:83 (25:17, 24:28, 21.14, 21:24)

Die Telekom Baskets Bonn spielen definitiv im März auf europäischem Niveau. Ob in der Basketball Champions League oder dem FIBA Europe Cup, steht allerdings noch nicht fest. Sicher ist indes, dass dem Team von Trainer Chris O’Shea durch den Sieg über Holon der sechste Platz in der BCL-Gruppe B nicht mehr zu nehmen sein wird. Beim vielumjubelten Team-Erfolg über den Tabellenführer der 1. Liga Isarels avancierte James Webb III mit 17 Punkten, 14 Rebounds, 4 Assists und einem Effizienzwert von 32 zur alles bestimmenden Figur auf dem Feld.

Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie: Coach Chris O’Shea musste neben dem langzeitverletzten Charles Jackson, ohne einen Nachfolger für Ra’Shad James und mit Josh Mayo und Yorman Polas Bartolo (beide Muskelprobleme) ohne zwei weitere Leistungsträger auskommen.  Spielweise, Kampf und Ergebnis begeisterten mehr als 2.600 Zuschauer.

Aufgrund der vielen Ausfälle war Coach O’Shea gezwungen, die Startformation umzubauen. So begannen die Partie neben den gesetzten TJ DiLeo, Martin Breunig sowie James Webb III auch die sonst von der Bank kommenden Olivier Hanlan und Stefan Bircevic. Dem Rhythmus tat diese neue Konstellation allerdings keinen Abbruch. Vor allem Webb sprühte vor Spielfreude und setzte an beiden Enden des Feldes Akzente (18:13, 7. Minute). Basierend auf der starken Vorstellung des amerikanischen Forwards und einer hellwachen Defense setzten sich die Hausherren kurz zweistellig ab (45:35, 16. Minute), mussten vor der Pause jedoch den sicheren Distanzschützen Holons nachgeben (49:45, 20. Minute), die insgesamt eine 50-prozentige Dreierquote auflegten.

Nach dem Seitenwechsel behielten die Baskets ihre Einsatzfreude bei, suchten weiterhin aggressiv den Zug zum Brett – und wurden dafür mit Zählbarem belohnt (62:48, 25. Minute). Bonn präsentierte sich bissig, engagiert und gewillt, den physischen Druck der Israelis zu erwidern. Erstmals konnte auch Neuzugang Stefan Bircevic wichtige Impulse setzen. Zwar setze Holon vereinzelt weitere Nadelstiche von „Downtown“, aber die Baskets blieben mental auf Kurs. Schwer wog das vierte Foul von Martin Breunig (70:57, 29. Minute), aber O’Shea, assistiert von Savo Milovic, betrieb ein umsichtiges Foulmanagement. Da die Distanzquote der Gäste mit zunehmendem Verlauf bei weiter intensiver Baskets-Defense abnahm und sie taktisch foulen mussten, brachten die Baskets ihren zweiten Sieg in Folge in der Championsleague souverän an der Freiwurflinie nach Hause. Die Zuschauer spendeten Standing ovations.

Stimmen

Chris O’Shea (Trainer Telekom Baskets Bonn): „Die Ausgangssituation vor dem Spiel war für uns alles andere als einfach, immerhin mussten wir auf unseren Topscorer sowie besten Verteidiger verzichten. Mir hat gefallen, wie die Mannschaft mit dieser Herausforderung umgegangen ist, wie mental bereit wir gewesen sind daran zu wachsen. Jetzt können wir nur die morgigen Spiele abwarten und mit der Vorbereitung auf das schwere BBL-Spiel in Ludwigsburg beginnen.“

James Webb III (#15 Telekom Baskets Bonn): „Wir haben uns heute als Mannschaft toll präsentiert. Jeder hat sich voll reingehangen und seinen Teil zu dem Sieg beigetragen. Wichtig war besonders, dass wir defensiv zu wichtigen Zeitpunkten Stopps generieren konnten. Holon hat exzellent von außen getroffen, ehe wir im letzten Viertel entlang des Perimeters präsent waren und die Schützen dazu gezwungen haben den Ball zu passen.“

Dan Shamir (Trainer UNET Hapoel Holon): „Uns hat heute die Physis gefehlt, um Bonn konsequent vom Brett wegzuhalten. Besonders in Eins-gegen-Eins-Situationen waren wir nicht präsent genug. Auch wenn es nach der Pause Phasen gab, in denen es für uns besser lief, was das nicht genug, um hier zu gewinnen. Nun müssen wir uns voll und ganz auf den BCL-Abschluss kommende Woche gegen Nanterre konzentrieren, wo wir auch hoffentlich wieder auf Corey Walden zählen können.“

TJ Cline (#6 UNET Hapoel Holon): „Bonn hat uns eiskalt erwischt und ist hier mit viel Energie aufgetreten. Besonders TJ DiLeo hat durch sein Passspiel viele Räume geschaffen, von denen besonders die lange Garde profitiert hat. Uns hingegen ist es nicht gelungen in dieser tollen Atmosphäre die nötige Intensität aufs Feld zu bringen, um am Ende das Comeback zu schaffen.“

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn: Reischel (15/2 Dreier), Hanlan (8, 4 Assists), Subotic (16), Bircevic (12/2), DiLeo (2, 7 Assists), Breunig (15), Webb III (17/1, 14 Rebounds, 4 Assists), Möller (dnp), Falkenstein (0), Jasinski (6/1), Meister (dnp)

UNET Hapoel Holon: Reynolds (10/2), Atkins (13/2), Cline (11, 13 Rebounds), D. Jones (15/3), Simhon (14/4), Palatin (dnp), Pnini (16/3), Harrush (0), Huber (0), S. Jones (4)

Die folgenden fünf Spiele:

  • Samstag, 2.2.2019, 20:30 Uhr
    BBL: MHP RIESEN Ludwigsburg – Telekom Baskets Bonn
  • Dienstag, 5.2.2019, 20:30 Uhr
    BCL: BK Opava (CZE) – Telekom Baskets Bonn
  • Sonntag, 10.2.2019, 18:00 Uhr
    BBL: Telekom Baskets Bonn – ALBA Berlin
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  • Mittwoch, 14.2.2019, 20:30 Uhr
    BBL: RASTA Vechta – Telekom Baskets Bonn
  • Samstag, 2.3.2019, 20:30 Uhr
    BBL: Telekom Baskets Bonn – ratiopharm ulm
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Quelle: Telekom Baskets Bonn

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