„Die AfD ist richtig gefährlich“ – Offener Brief an den Landtagspräsidenten Hendrik Hering

Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) „Die AfD ist richtig gefährlich“

Herr Präsident,

mit klopfendem Herzen und unsagbar wütend habe ich in der Allgemeinen Zeitung vom Wochenende gelesen, dass Sie die Alternative für Deutschland (AfD) als „richtig gefährlich“ brandmarken. Als Mitglied einer demokratischen Partei und Ehefrau von AfD-Landeschef Uwe Junge kann ich nun nicht mehr schweigen.

Ich habe es satt, mich als AfD-Mitglied von Ihnen und Ihresgleichen beschimpfen zu lassen. Bürger, die Veranstaltungen der AfD besuchen wollen, werden abgedrängt und verprügelt, AfD Politiker werden zusammengeschlagen, ihre Autos und Häuser mit Farbe besprüht, Fenster eingeschlagen, ja sogar an Häusern Feuer gelegt. Die Privatadressen von AfD-Mitgliedern werden veröffentlicht und ihre Kinder werden in der Schule isoliert, eingeschüchtert und genötigt. Wirte, die der AfD Räume für Veranstaltungen zur Verfügung stellen, werden bedroht und ihre Immobilien beschädigt. Nicht die AfD ist gefährlich, sondern Menschen wie Sie, Herr Hering. Menschen, die ein solches Verhalten billigen oder unterstützen. Dazu zählen auch hohe Kirchenvertreter und Funktionäre der SPD, Grünen, Linken sowie der Gewerkschaften.

AfD-Mitglieder und Wähler zünden keine Autos an, brechen keine Kiefer und beschädigen kein Eigentum. Wir sagen, was uns stört und was wir besser machen wollen. Von uns geht aber niemals Gewalt aus.

Der Brandanschlag auf mein Auto und unser Haus sowie der Überfall auf meinen Mann veranlasste Sie und Ihre Genossen nur zu einem müden Telefonanruf. Eine öffentliche Stellungnahme oder gar ein Thema im Parlament – Fehlanzeige. Der obligatorische Blumenstrauß ins Krankenhaus verbunden mit Genesungswünschen an meinen Mann – Fehlanzeige.

Stattdessen feuern Sie mit Ihren Aussagen – Ihr Parteigenosse Herr Schweitzer steht Ihnen da in nichts nach – die Aktivitäten der Linksextremisten an. Sie gießen Öl ins Feuer, statt Alarm zu schlagen, weil Sie nicht sehen wollen, dass es in unserem Land bereits an allen Ecken brennt. Wie lange wollen Sie das noch tun? Was muss noch passieren, ehe Sie und das Parlament sich von diesen politisch motivierten Straftaten distanzieren? Wann haben Sie vor, Ihrer Bestürzung öffentlich Ausdruck zu verleihen? Muss es erst Tote oder Schwerstverletzte geben? Wenn dies eintrifft, dann haben auch Sie sich mitschuldig gemacht. Das kann dann auch Ihre Ministerpräsidentin Dreyer nicht mehr weglächeln.

Wissen Sie, wie das ist, wenn man sich in seinem Haus nicht mehr sicher fühlt? Wenn man sich mit Freunden und Familie nicht mehr öffentlich treffen kann, weil man sie nicht der Gefahr aussetzen will, mit AfD-Mitgliedern gesehen zu werden? Was tun wir AfD-ler, dass wir Ihren Anfeindungen ausgesetzt werden? Wir haben nur eine andere politische Überzeugung! Und das in Deutschland, nicht in einer Diktatur!

Es mag sich nicht ziemen, wenn sich die Frau eines AfD-Politikers so direkt äußert. Aber ich bin betroffen. Ich bade all das Tag für Tag aus. Sie tragen dazu bei, dass uns unser Leben weggenommen wird. Ich will Ihr ächtendes Verhalten nicht länger schweigend hinnehmen. Sollten wir uns einmal begegnen, reichen Sie mir bitte nicht die Hand.

Claudia Junge, Mertloch
(Die Adresse ist dem Landtag und dem Präsidenten bekannt)

Quelle: AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz

9 Kommentare "„Die AfD ist richtig gefährlich“ – Offener Brief an den Landtagspräsidenten Hendrik Hering"

  1. Erwin Ludwig   1. Juni 2017 at 10:53

    Mit dieser Überschrift, wird genau die zweifelhafte Aussage von Hering transportiert. Das ist wohl von der Redaktion so gewollt, vermut ich. Leider, muss ich hinzufügen. Damit zeigt auch die Redaktion wie neutral sie ist.
    Als Überschrift könnte man auch wählen:
    Mit klopfendem Herzen und unsagbar wütend

    Antworten
    • Redaktion   1. Juni 2017 at 11:10

      Diese Überschrift wurde von der AfD Rheinland-Pfalz übermittelt. Wir haben dies übernommen und sind damit nicht der Verfasser dieser Überschrift.

      Antworten
  2. Curry Wurst   1. Juni 2017 at 13:31

    Die „deutschen“ Politiker und Journalisten sollten sich was schämen.

    Antworten
  3. Sonntag   1. Juni 2017 at 14:30

    „Der gesamte Politikbetrieb nimmt seit Jahren eine immer ungehemmtere Verantwortungslosigkeit an. Getrieben von verschiedenen Ideologien wird die Zukunft Deutschlands zu einer Spekulationsmasse.“
    Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=vE4JlOh-TpQ

    Antworten
  4. Peter H.   2. Juni 2017 at 18:51

    Ganz offensichtlich sind die gewalttätigen Linksextremisten die geduldeten weil so ungemein nützlichen Vollstrecker des von SPD, GRÜNEN und LINKEN geförderten „Kampfes gegen Rechts“.

    Antworten
    • Redaktion   2. Juni 2017 at 19:05

      Es ist egal ob Linksextrem, oder Rechtsextrem. Beide Varianten dürfen nicht toleriert werden und sobald Gewalt ins Spiel kommt mit voller Härte bestraft werden.

      Antworten
    • Sonntag   3. Juni 2017 at 9:17

      Die Parole „Kampf gegen Rechts“ ist vorgeschoben, das Feigenblatt. Die gewalttätigen Linksextremisten sind nicht nur geduldet, sondern werden mit Millionen von Steuergeldern finanziert (s. z.B. das Buch „Der Links-Staat“ von C. Jung & T. Groß, 2016). Sie werden von den etablierten Parteien benutzt, um die Kritiker ihrer Politik, seien es die Vertreter von AfD oder Gruppierungen wie Pegida, BärGiDa, Legida, Unitäre Bewegung, EinProzent-Bewegung mundtot zu machen. Und ein großer Teil der Bevölkerung stimmt dem allen zu, weil diese durch die öffentlichen Medien tagtäglich über Nachrichten, Kommentare, Talkshows conditioniert werden. Denn „… das Volk denkt schließlich, was die Medien denken“ (Wisnewski).
      Diese Medienbeeinflussung hat heute typische Züge von Indoktrination, „eine besonders vehemente, keinen Widerspruch und keine Diskussion zulassende Belehrung. Dies geschieht durch gezielte Manipulation von Menschen durch gesteuerte Auswahl von Informationen, um ideologische Absichten durchzusetzen oder Kritik auszuschalten….“ (Wikipedia)

      Antworten
  5. Günter Knebel   15. Juni 2017 at 16:45

    Welch billiges Statement der Redaktion. Mag sein die “Überschrift“ zum Offenen Brief wurde “übermittelt“. Aber was hat dies mit der von der Redaktion frei zu gestaltenden Überschrift zum Artikel zu tun?? Es ist langsam unerträglich wie unneutral die deutschen Medien berichten. Journalisten, macht die Augen auf, geht durch die Innenstädte, verrammelt euer Haus, und wagt auf euren Reisen ja nicht auf einem AB-Parkplatz ein Nickerchen zu machen….

    Antworten
    • Redaktion   15. Juni 2017 at 17:02

      Hallo Herr Knebel,

      diese Mitteilung wurde direkt von der AfD Rheinland-Pfalz zugestellt. Es gab keine Änderung und auch die Überschrift wurde ohne Änderung übernommen! Dies ist ein offener Brief von Claudia Junge und was ist daran unneutral, dass dieser hier veröffentlicht wurde?

      Im übrigen habe ich keine Angst auf einem AB-Parkplatz ein Nickerchen zu machen!

      Antworten

Leave a Reply

Your email address will not be published.