Die letzten 200 Meter sind die schwersten

ratiopharm ulm will gegen Würzburg den nächsten Schritt in seinem Entwicklungsprozess gehen.

  • Abendkasse ab 16.30 Uhr geöffnet.
  • Würzburgs Cameron Wells in Topform.
  • Isaiah Briscoe zurück, Zoran Dragic noch fraglich.

Jaka Lakovic war die Müdigkeit anzusehen. Abendessen gegen Mitternacht, Aufstehen um 3.45 Uhr und dann in den Flieger von Bologna zurück nach München. Am Donnerstagnachmittag traf sich der Head Coach von ratiopharm ulm dann schon wieder zum Pressegespräch mit den örtlichen Medienvertretern in Ulm. Bei so einem Pensum ist die Vorbereitung auf den nächsten Gegner schwierig. Doch Lakovic kann sich auf seine Assistenten Tyron McCoy und Danny Jansson verlassen. Die letzten drei bis vier Spiele eines jeden Gegners werden analysiert. Stärken und Schwächen herausgestellt. Lakovic weiß also, was ihn und sein Team am Samstag gegen Würzburg erwartet. Zum Beispiel Cameron Wells. „Er ist einer der effektivsten Spieler der Liga. Es wird eine große Herausforderung für uns, ihn in seinen Möglichkeiten einzuschränken. Gleichzeitig dürfen wir die anderen Würzburger nicht vergessen. Wells wird das Spiel nicht alleine gewinnen.“

Doch mehr noch als Würzburg am Samstag beschäftigten Lakovic die letzten zwei Auftritte seiner Mannschaft. Erst in Berlin, dann in Bologna – in beiden Spielen zeigte ratiopharm ulm tollen Basketball, stand aber jeweils mit leeren Händen da. Lakovic wäre nicht der Wettkämpfer, der er ist, würde er nun den Mut verlieren. Er konzentriert sich auf das Positive. „Unsere Formkurve geht nach oben. Wir müssen in jedem Training daran arbeiten, noch einen Schritt weiterzugehen.“ Dann bemüht der Slowene einen Vergleich, der den Entwicklungsprozess von ratiopharm ulm anschaulich macht. „Unsere Situation ist vergleichbar mit der eines Bergsteigers, der einen 8.000er erklimmt. Das Schwierigste dabei sind die letzten 200 Meter. Und genau hier sind wir. Wenn wir ein erfolgreiches Team sein wollen, müssen wir die letzten 200 Meter gemeinsam gehen.“

Im Fokus: Auf der einen Seite das Guard-Trio Hulls, Bowlin und Wells, auf der anderen die Big Men Riege um Fischer und Rudd. Während die Qualitäten der Guards hinlänglich bekannt sind – so zum Beispiel Toughness und Shooting – sind die großen Würzburger Jungs neu in der Liga. Mit Victor Rudd präsentiert Würzburg einen Forward, der zwar nach einer Verletzung noch nicht in Topform ist, aber schon für ZSKA Moskau und Maccabi Tel Aviv auflief. Auch Luke Fischer bringt Qualität mit: Für Gran Canaria spielte der 2,11-Meter-Brocken im EuroCup und mit 2,3 Blocks pro Spiel führt er aktuell die Bestenliste der easyCredit BBL an.

Historie: Von der historischen 15:2-Bilanz lässt sich bei ratiopharm ulm niemand blenden. Auch nicht davon, dass s.Oliver Würzburg in der ratiopharm arena erst einmal gewonnen hat. Die Würzburger der Gegenwart stehen mit 3-3 Siegen auf einem Playoff-Platz und  bringen die drittbeste Dreierquote der Liga mit (42,7 Prozent). Wer dennoch kurz in Erinnerungen schwelgen mag, dem sei das letzte Aufeinandertreffen beider Teams empfohlen. Bei noch 1,3 Sekunden auf der Uhr verwandelte Ismet Akpinar in der Verlängerung zwei Freiwürfe zum 95:94. Und Akpinar war es auch, der sein Team mit Ablauf der regulären Spielzeit durch einen Dreier in die Nachspielzeit brachte.

O-Ton

Jaka Lakovic: „In Berlin und Bologna haben wir gut gespielt, standen aber trotzdem mit leeren Händen da. Jetzt müssen wir uns auf das Positive konzentrieren. Unsere Formkurve geht nach oben. Wir müssen in jedem Training daran arbeiten, noch einen Schritt weiterzugehen. Unsere Situation ist vergleichbar mit der eines Bergsteigers, der einen 8000er erklimmt. Das Schwierigste dabei sind die letzten 200 Meter. Und genau hier sind wir. Wenn wir ein erfolgreiches Team sein wollen, müssen wir die letzten 200 Meter gemeinsam gehen.“

Und sonst? Spontankäufer erwünscht! Wer sich nicht vorab sein Ticket im Onlineportal sichern möchte, kann dies am Samstag auch noch spontan an der Abendkasse nachholen. Wenngleich der Sitzplatzbereich so gut wie ausverkauft ist, sind in der OrangeZone noch einige Stehplätze frei. Tickets gibt es zwischen 8,40 (Kinder, ermäßigt) und 14 Euro (Erwachsener, normal) ab 16.30 Uhr an der Abendkasse.

Quelle: BBU ’01 GmbH

Leave a Reply

Your email address will not be published.