Eva-Maria Voigt-Küppers: „Warum lässt Frau Gebauer die PRIMUS-Schulen auslaufen?“

Medienberichten zufolge hat das NRW-Schulministerium vorzeitig beschlossen, den Schulversuch PRIMUS-Schule auslaufen zu lassen. Hierzu erklärt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW, Eva-Maria Voigt-Küppers

„Es ist sehr bedauerlich, dass Ministerin Gebauer die PRIMUS-Schulen auslaufen lassen möchte. Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass für Schülerinnen und Schüler der Bruch nach der vierten Klasse ein einschneidendes Erlebnis ist. An den PRIMUS-Schulen wird dieser Bruch vermieden. Die Rückmeldungen dazu sind sehr positiv.

Immer wieder wurden Forderungen an uns herangetragen, den Schulversuch noch auszuweiten. Unverständlich ist außerdem, dass der Beschluss über das Ende des Schulversuchs schon heute fällt. Die Landesregierung selbst hat im Dezember letzten Jahres darauf hingewiesen, dass es zu früh sei, den Schulversuch zu bewerten. Frau Gebauer selbst sagte, dass der Schulversuch auf die Dauer von zehn Jahren angelegt sei. Planmäßig endet der Schulversuch somit erst im Sommer 2024 – warum es nun doch so schnell gehen soll, ist nicht nachzuvollziehen. Für die nächste Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung im Landtag am 2. Oktober 2019 wird unsere Fraktion einen Bericht der Landesregierung zu dieser Entscheidung anfordern.“

Hintergrund:
Der Schulversuch wurde mit dem Schuljahr 2014/ 2015 gestartet. An PRIMUS-Schulen lernen Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 10 gemeinsam; der Schulwechsel nach der Klasse 4 entfällt. In NRW gibt es fünf PRIMUS-Schulen – jeweils eine pro Regierungsbezirk. Schulstandorte sind Minden, Münster, Schalksmühle, Titz und Viersen.

Schulversuche werden grundsätzlich wissenschaftlich begleitet, ein entsprechender Zwischenbericht ist dem Landtag im Juli 2018 vorgelegt worden.

Quelle: SPD Nordrhein-Westfalen

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