Grüne wollen umfassenden Aktionsplan zur Rettung der Wälder

Zu aktuellen Debatte um die Rettung der Wälder fordern die Grünen im Landtag einen umfassenden Aktionsplan der Landesregierung.

Miriam Staudte, agrar-und forstpolitische Sprecherin:

„Unsere Wälder und Moore sind vom Klimawandel höchst gefährdet und trocknen aus. Mehr Bäume zu pflanzen und mehr Moore zu renaturieren ist richtig, aber reicht nicht aus, um Wälder und Klima zu retten. Wir brauchen mehr Feuchtigkeit im Wald: Ein verstärkter Humusaufbau kann helfen, Feuchtigkeit im oberen Boden zu halten. Die Feldberegnung über erlaubte Kontingente hinaus ist allerdings auch eine Belastung für den Wald, denn der Grundwasserspiegel sinkt, und die Tiefwurzler erreichen nicht mehr die feuchten Bodenschichten. Dazu brauchen wir einen umfassenden Aktionsplan zur Rettung der Wälder statt unsachlicher Kritik an der Leitung des Nationalparks Harz.“

Christian Meyer, naturschutz-  und baupolitischer Sprecher:

„Wir müssen die vielfältigen Umweltdienstleistungen von Wäldern und Mooren besser honorieren und etwa Hemmnisse in der Niedersächsischen Bauordnung beim Bauen mit dem Kohlenstoffspeicher Holz beseitigen. Auch das Land muss hier Vorbild sein, und etwa in allen Verwaltungen auf Recyclingpapier umsteigen. Im Nationalpark Harz und auf 5% der Waldfläche in Niedersachsen sollen ungenutzte Urwälder von Morgen entstehen. Dazu ist das Konzept des Entwicklungsnationalparks, also neben der natürlichen Waldentwicklung zusätzlich Millionen heimische Laubbäume zu pflanzen richtig. Studien zeigen, dass Waldumbau nach Kahlschlägen und Entfernen abgestorbener Bäume viel schwieriger und kontraproduktiv für den Natur- und Klimaschutz ist.“

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Niedersachsen

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