Hessen weit entfernt von der Vorreiterrolle im Bildungswesen

Anlässlich des vorgestellten Bildungsmonitors des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erklärt Elisabeth Kula, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Laut Bildungsmonitor 2019 liegt Hessen bei der Bildung im Ländervergleich auf Platz zehn – damit wird einmal mehr deutlich, dass es für die Landesregierung noch viel zu tun gibt. Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sollte endlich die Realität ins Auge fassen und Missstände beheben, statt die Situation immer nur schönzureden. Von Lehrkräftemangel bis Unterrichtsausfall gibt es sehr viele Baustellen.“

Die Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag habe schon vor einem Jahr eine Studie veröffentlicht, aus der hervorgehe, dass sich der Lehrkräftemangel in Zukunft noch verschärfen werde, so Kula. Vor diesem Hintergrund verlange DIE LINKE ein Umsteuern in der Bildungspolitik, damit die Schüler-Lehrkräfte-Relation sich nicht noch weiter verschlechtere.

„Da in Hessen der Schulerfolg immer noch sehr stark von der finanziellen und sozialen Herkunft abhängt, wäre eine Verschlechterung dieser Relation fatal. Besonders, weil die Empfehlung des INSM lautet, tatsächliche Ganztagsschulen zu schaffen, die die Abhängigkeit von Herkunft und Bildungserfolg am besten durchbrechen. Da tut sich Hessen leider seit Jahrzehnten schwer. Noch immer sind nur knapp 2 Prozent aller Grundschulen echte Ganztagsgrundschulen. Auch hier gibt es dringenden Handlungsbedarf.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag

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