Holocaust-Gedenkakt – Landtagspräsidentin Ilse Aigner: „Geschichte ist uns nicht egal“

MÜNCHEN. Beim Gedenkakt für die Opfer des Nationalsozialismus im Bayerischen Landtag hat Landtagspräsidentin Ilse Aigner scharf jede Form von Verharmlosung der NS-Zeit verurteilt.

„Wer heute den Holocaust relativiert, macht sich schuldig. Wer heute den Holocaust verleugnet, macht sich schuldig. Und wer heute unsere Erinnerungskultur in den Schmutz zieht, etwa indem er vom „Denkmal der Schande“ spricht, der ist blind – nicht nur gegenüber der Vergangenheit. Er ist auch blind für die Zukunft! Für uns gilt: Es ist wichtig, die Spuren zu suchen, Trauer zu zeigen und an das Leid zu erinnern. Überlassen wir den Tätern von damals nicht den späten Triumph!“

Der Gedenkakt, den der Bayerische Landtag jedes Jahr gemeinsam mit der Stiftung Bayerische Gedenkstätten veranstaltet, sei ein bewusstes Signal, so Aigner weiter. „Ich sage das durchaus mit Stolz: Unsere Erinnerungskultur gilt weltweit als vorbildlich. Oftmals ist sie das Ergebnis zivilgesellschaftlichen Engagements. Von Menschen, denen die grundlegenden Werte unserer Demokratie ein echtes Herzensanliegen sind: Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, Minderheitenrechte. Für all die Errungenschaften, die im Nationalsozialismus mit Füßen getreten wurden! Geschichte ist uns nicht egal, zumal es unsere eigene Geschichte ist.“

Quelle: Bayerischer Landtag

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