Huml überreichte Bundesverdienstkreuz an Persönlichkeiten aus Schwaben, Oberfranken und der Oberpfalz

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin: Die Arbeit an einem funktionierenden Gemeinwesen hört niemals auf

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat am Freitag im Auftrag des Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an sieben engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Schwaben, Oberfranken und der Oberpfalz ausgehändigt. Huml betonte anlässlich der feierlichen Verleihung in Schloss Seehof in Memmelsdorf bei Bamberg: „Der Bundesverdienstorden ist die höchste Anerkennung der Bundesrepublik Deutschland. Mit der Auszeichnung werden Persönlichkeiten geehrt, die sich in besonderer Weise für andere Menschen einsetzen. Sie sind Vorbilder, an denen wir uns orientieren können, und stehen beispielhaft für das soziale Gesicht unseres Landes. Sie sind Helden unserer Zeit.“

Huml fügte hinzu: „Idealismus und persönliches Engagement machen eine aktive Bürgerschaft aus. Die aktuellen Herausforderungen zeigen, dass wir weiter an einem friedlichen Miteinander bauen müssen. Die Arbeit an einem funktionierenden Gemeinwesen hört niemals auf.“

Ausgezeichnet wurden:

Dr. Christian Alex aus Waal, unter anderem für sein umfassendes ehrenamtliches Engagement in der Gesundheitspolitik. Auf Bundes- und Landesebene und vor Ort entwickelt er nachhaltige Strategien, sei es in der Krankenhausrestrukturierung auf Kreisebene oder für Fachfragen der Prävention für das Heilbäder- und Kurwesen in Bayern. Daneben setzt sich Dr. Alex für die Förderung und Unterstützung des Sports und der Jugendarbeit in seiner Heimatgemeinde ein.

Franziskus Badura aus Amberg für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement für Menschen, die von der Krankheit Retinitis Pigmentosa betroffen sind. Das ist eine Erkrankung der Netzhaut, bei der die Sehfähigkeit allmählich nachlässt – bis hin zur kompletten Erblindung. Er ist selbst  von der Krankheit betroffen und hat im Rahmen des Vereins „PRO RETINA Deutschland“ wegweisende Konzepte für die Verbesserung der Situation von Patienten entwickelt. Auch als stellvertretender Vorsitzender der PRO RETINA Stiftung engagiert er sich mit großem Einsatz. Unter anderem war er maßgeblich daran beteiligt, dass eine Stiftungsprofessur für erbliche Netzhautdegenerationen in Regensburg eingerichtet wurde.

Richard Bär aus Stockheim. Er hat sich herausragende Verdienste erworben, indem er sich seit 50 Jahren für die Wasserrettung einsetzt. Er gründete acht Stützpunkte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Landkreis Kronach und fungierte viele Jahre als Ausbilder und Tauchlehrer. Dank ihm konnten über 1000 Personen zu Rettungsschwimmern ausgebildet werden. Hunderte Kinder und Erwachsene lernten durch ihn schwimmen. Bär ist Vizepräsident des DLRG-Landesverbands Bayern.

Maria Dotzler aus Wenzenbach für ihren Einsatz für Menschen in Regensburg und Umgebung mit einer erworbenen Hirnschädigung, zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Die Diplom-Sozialpädagogin hat den Verein „zweitesLEBEN“ gegründet, von dem sie seit 2015 auch die Vorsitzende ist. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Teilhabemöglichkeiten der Patienten zu verbessern und fehlende Hilfsangebote anzubieten. Dank ihrem Engagement konnte in der Nähe des Klinikums Regensburg 2008 ein – ausschließlich von Spendengeldern finanziertes – Haus mit 40 Halbtagsplätzen in Betrieb genommen werden. Es dient als Tagesstätte zur Förderung der Patienten.

Dr. Barbara Dünzl aus Regensburg. Die Oberärztin der Anästhesie am St. Barbara Krankenhaus Schwandorf engagiert sich ehrenamtlich im „pro inerplast Seligenstadt – Verein zur Förderung medizinischer und sozialer Hilfe in Entwicklungsländern“ und leistet direkte Hilfe vor Ort. Ihr Team besteht aus Anästhesisten, Chirurgen sowie OP-Schwestern. Zusammen mit  Gerätschaften, Verbandsmitteln und Medikamenten reist sie regelmäßig in Entwicklungsländer und operiert kostenlos Menschen, die sonst keine Chance auf Versorgung hätten.

Maria Gröger aus Forchheim für die ehrenamtliche Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen in Forchheim. Als Gründungsmitglied des Hospizvereins für den Landkreis hat sie ein umfangreiches Netzwerk aufgebaut und ist unter anderem auch für die Aus- und Weiterbildung ehrenamtlicher Hospizbegleiterinnen und -begleiter verantwortlich. Dank ihres Einsatzes ist der Verein führend in Oberfranken bei der Umsetzung des seit 2015 in Kraft getretenen Hospiz- und Palliativgesetzes. Zahlreiche Kooperationsverträge mit Ärzten und Pflegeeinrichtungen zeugen davon.

Dr. Winfried Strauch aus Bamberg für seinen ehrenamtlichen Einsatz im Rahmen des Malteser Hilfsdienstes. Der Leiter des Gesundheitsamtes Bamberg betätigte sich auf  zahlreichen Einsätzen (u.a. Weltjugendtag, Katholikentag als Notarzt) in Deutschland, aber auch im Ausland als ärztlicher Betreuer der Ministranten-Wallfahrten oder bei Großeinsätzen in Albanien und Russland. Er ist Hauptinitiator der Aktion „Hilfe für St. Petersburg“, bei der bis 2010 Obdachlose, verarmte Rentner und Menschen mit Behinderung in St. Petersburg mit Kleidern und einer Suppenküche versorgt wurden.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

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