Milchviehhalter werden vom Land unterstützt

In der heutigen Sitzung des Landtages wurde die Situation der Milchviehbetriebe thematisiert. Inhaltlich ging es um die Frage, wie die Milchviehhalter bei der Bewältigung der derzeitigen Milchkrise unterstützt werden können. Dazu erklärte Jürgen Barth, agrarpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:

„In den zurückliegenden Monaten sind die Milchpreise erheblich gefallen, so dass derzeit eine kostendeckende Milchproduktion kaum mehr möglich ist. Von Seiten der EU werden für die Milchviehhalter in Deutschland 69,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um Liquiditäts- und Existenzschwierigkeiten entgegenzuwirken. Auch die Direktzahlungen sollen vorzeitig ausgezahlt werden, um den Betrieben hinsichtlich ihrer Liquidität Luft zu verschaffen. Diese als erste Hilfe anzusehende Unterstützung durch die EU wird durch das Land flankiert. So ist vorgesehen, finanzielle Mittel im Rahmen des Existenzsicherungsprogramms zur Verfügung zu stellen.

Außerdem wird es ein Angebot der Landgesellschaft geben, landwirtschaftliche Flächen von in Schwierigkeiten gelangten Betrieben zu erwerben, die dann mit einer Rückkaufoption an den Betrieb zurück verpachtet werden.

Mit diesen Maßnahmen wollen wir dafür sorgen, dass unsere Milchviehhalter die derzeitige Milchkrise gut überstehen. Über gegebenenfalls weitere notwendig werdende Maßnahmen wollen wir uns im Agrarausschuss verständigen. Die Wiedereinführung eines Quotensystems mit anderen Parametern, wie von der Linksfraktion gefordert, lehnen wir ab, zumal in einem Gutachten des Instituts für Ernährungswirtschaft Kiel bereits festgestellt wurde, dass dieser Vorschlag ungeeignet ist.“

Quelle: SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt

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