Ohne Frauen keine Senatsbeteiligung an Bremer Eiswette

Die Grünen-Fraktion fordert den Senat, den Bremerhavener Magistrat und den Bürgerschaftspräsidenten auf, nicht mehr am Bremer Eiswettfest teilzunehmen, bis der Verein den Ausschluss von Frauen aufhebt. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion nun auf den Weg gebracht. Dazu erklärt die geschlechterpolitische Sprecherin Henrike Müller: „In diesen Tagen ist klar geworden, dass das Eiswettfest eine zutiefst sexistische Veranstaltung ist. Das haben nicht zuletzt die Entgegnungen der Ausrichter auf die öffentliche Kritik deutlich gezeigt. Solange diese Schenkelklopfmentalität zur Tradition dieser Veranstaltung gehört, sollte die Teilnahme offizieller Vertreter des Landes Bremen unterbleiben. Die Herren der Eiswette bestimmen nicht darüber, wer für das Land Bremen an ihrem Fest teilnimmt. Dies liegt in der Hoheit des Senats. Kann der Bürgermeister nicht, dann kommt die Bürgermeisterin. So steht’s auch in der Landesverfassung. Da die Organisatoren der Eiswette allein aufgrund des Geschlechts eine ausgesprochene Einladung zurückgezogen haben, gibt es für hochrangige VertreterInnen des Landes keinen Grund, weiter daran teilzunehmen. Dass der Spitzenkandidat der Bremer CDU die Diskriminierung von Frauen und Amtsträgerinnen völlig in Ordnung findet, lässt erkennen, dass es ihm am Verständnis für Frauenrechte mangelt und er der Verantwortung für das Land Bremen nicht gewachsen ist. Tradition rechtfertigt keine Diskriminierung.“

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen – Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft

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