Rapp und Hockenberger zu Forst und personelle Nachsteuerungen

Der forstpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Dr. Patrick Rapp MdL und der Sprecher für die Naturparke Ulli Hockenberger MdL sagten heute (9. August) zum Thema Hitzeperiode und der damit verbundenen Trockenheit und sinkenden Abwehrkraft der Bäume:

Bei mehreren Waldbegängen im Land haben sich die Forstpolitiker der CDU-Landtagsfraktion mit Försterinnen und Förstern ein Bild von der aktuellen Lage der Wälder gemacht. Sie mussten dabei feststellen, dass die Situation hochkritisch ist: In Folge der klimatischen Veränderungen sind die Bäume in vielen Wäldern enorm geschwächt. Dies hat eine massenhafte Vermehrung des Borkenkäfers aber auch von Pilzen und Bakterien zur Folge.

Den im Rahmen eines Vor-Ort-Besuchs am Feldberg von Forstminister Hauk angekündigten Notfallplan der Landesregierung für den Wald begrüßt der fachlich zuständige Arbeitskreis Ländlicher Raum und Verbraucherschutz der CDU Landtagsfraktion ausdrücklich. „Neben einem Ausbau des Waldmonitorings sowie Fördergeldern für das Fällen, Aufarbeiten und Wiederaufforsten benötigen wir aber weitere Maßnahmen“, sagten der für den Forst zuständige Fachsprecher, Dr. Patrick Rapp und der Sprecher für die Naturparke, Ulli Hockenberger. „Gerade, weil die bewirtschafteten Wälder eine enorme Bedeutung für die CO2-Speicherung haben und gleichzeitig artenreicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen sind, werden wir uns für Verbesserungen bei der naturnahen Waldbewirtschaftung einsetzen. Dazu gehört der zielgerichtete Einsatz unseres forstlichen Fachpersonals. Daher werden auch personelle Nachsteuerungen und Optimierungen im Einsatz zu beraten sein“, so der Forstwissenschaftler Dr. Patrick Rapp. Die Anpassungen der Wälder an die klimatischen Veränderungen dauern mehrere Jahrzehnte. „Verschiedenartige Versuchsflächen für neue Baumartenzusammensetzungen, aber auch eine ehrliche und an Erfahrungen der Forstwirtschaft sowie wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierte Diskussion über die Möglichkeit der Pflanzung von nicht heimischen Baumarten, wie z.B. Zedern und vor allem Douglasien, sind daher jetzt dringend geboten“, ergänzte Ulli Hockenberger. „Die neuen Herausforderungen im Bereich der Waldpflege, des Waldnaturschutzes und der naturnahen Produktion des nachwachsenden Rohstoffes Holz können im Hinblick auf die Klimabedeutung des Waldes nur mit gut ausgebildetem Forstpersonal seriös bewältigt werden“, so Dr. Rapp und Hockenberger, die gleichzeitig bei der grünen Landtagsfraktion und Finanzministerin Sitzmann um Unterstützung für ihre Forderungen werben.

Quelle: CDU Fraktion im Landtag Baden-Württemberg

Leave a Reply

Your email address will not be published.