Tobias von Pein: Der Sumpf, aus dem die NSU kroch, ist nicht trocken

Zu Billigungen des mutmaßlichen Mordes an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke erklärt Tobias von Pein, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion gegen Rechtsextremismus:

Der Tod des Regierungspräsidenten von Kassel, Walter Lübcke, ist noch nicht aufgeklärt, aber vieles deutet auf einen Mord mit rechtsextremem Hintergrund, nach dem Herr Lübcke sich mit berechtigter Schärfe gegen Ausländerfeindlichkeit geäußert hatte.

Neben Mitgefühl und Erschrecken machen sich im Internet auch Stimmen vernehmbar, die im Schutze der Anonymität oder auch ganz offen Herrn Lübckes Tod schenkelklopfend begrüßen. Wer die damaligen Postings der NSU-Terroristen noch vor Augen hat, wird die menschenverachtende Sprache wiedererkennen.

Dass nun auch ein Kreisverband der AfD menschenverachtende Häme über den Toten ausgießt, wirft ein Schlaglicht auf diese Partei. Daran ändern auch die Distanzierungen des Fraktionsvorsitzenden Nobis nichts. Auch AfD-Mitglieder und -Funktionäre schwimmen in dem Sumpf, aus dem die NSU gekrochen ist.

Man kann nicht in der AfD sein und gleichzeitig für Humanität und Menschenwürde eintreten wollen.

Quelle: SPD-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein

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